Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Gedenkstätte Opfer der Euthanasie-Morde

Presseinformationen

43/2019: In Brandenburg an der Havel wird an den Beginn der Euthanasie-Morde vor 80 Jahren erinnert

25. August 2019

no.: 43/2019

Mit einer Podiumsdiskussion am 31. August und einer Gedenkveranstaltung am 1. September 2019 wird in Brandenburg an der Havel an die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie-Morde erinnert. Anlass ist der 80. Jahrestag des von Adolf Hitler unterzeichneten „Gnadentod“-Erlasses. Dieser wurde absichtsvoll auf den Tag des Kriegsbeginns am 1. September 1939 zurückdatiert und sollte die Ermordung von kranken und behinderten Menschen legitimieren, der bis 1945 mehr als 200.000 Menschen zu Opfer fielen. Rund 9.000 Menschen wurden 1940 in Brandenburg an der Havel durch Gas getötet.

Am Samstag, 31. August 2019, um 17.00 Uhr laden die Gedenkstätten Brandenburg zu einer Podiumsdiskussion über den Zusammenhang zwischen dem Kriegsbeginn und den Euthanasie-Morden in die Räume der Medizinischen Hochschule ein. Einleitend wird der polnische Psychiater und Medizinhistoriker Tadeusz Nasierowski über die Ermordung polnischer Psychiatrie-Patienten durch die deutschen Besatzer sprechen. Bei dem anschließenden Podiumsgespräch wird es um Fragen nach den Verbindungslinien zwischen den nationalsozialistischen Euthanasie-Verbrechen in Polen und in Brandenburg an der Havel und zum Holocaust gehen.

Am Sonntag, 1. September 2019, findet um 12.00 Uhr am historischen Ort der Euthanasie-Mordanstalt am Nicolaiplatz eine gemeinsame Gedenkveranstaltung der Gedenkstätten Brandenburg und der Stadt Brandenburg an der Havel statt. Es sprechen Gedenkstättenleiterin Sylvia de Pasquale, Oberbürgermeister Steffen Scheller und Tadeusz Nasierowski. Im Anschluss findet eine Kranzniederlegung statt.

Zu beiden Veranstaltungen sind Interessierte herzlich eingeladen.

 

Samstag, 31. August 2019, 17.00 Uhr
1. September 1939: Beginn des Zweiten Weltkriegs und dernationalsozialistischen „Euthanasie“
Vortrag mit Tadeusz Nasierowski und Podiumsdiskussion
Ort: Medizinische Hochschule, Nicolaiplatz 19, 14770 Brandenburg an der Havel
Eintritt frei

Sonntag, 1. September 2019, 12.00 Uhr
Gedenkveranstaltung für die Opfer der Euthanasie-Morde
Ort: Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde
Nicolaiplatz 28, 14770 Brandenburg an der Havel
 

Information: www.stiftung-sbg.de


Verantwortlich:
Dr. Horst Seferens | Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
16515 Oranienburg | Heinrich-Grüber-Platz | T +49 3301 810920 | F +49 3301 810926
seferens@stiftung-bg.de | www.stiftung-sbg.de


Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten wird vom Ministerium des Landes Brandenburg und von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

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