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Gedenkveranstaltung für die Opfer der Euthanasie-Morde

01. September 2020

Bei der Gedenkveranstaltung für die Opfer der Euthanasie-Morde mit anschließender Ausstellungseröffnung wurde heute der insgesamt 70.000 Menschen gedacht, die im Rahmen der „Aktion T4“ zwischen Januar 1940 und August 1941 ermordet wurden. Allein in der Gaskammer der Tötungsanstalt Brandenburg an der Havel fielen diesem Verbrechen mehr als 9.000 Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen sowie sozial Stigmatisierte zum Opfer.

Gedenkstättenleiterin Dr. Sylvia de Pasquale eröffnete die gutbesuchte Veranstaltung. Sie wies darauf hin, dass sich die Verbrechen der „Aktion T4“ in Brandenburg an der Havel 2020 zum 80. Mal jähren. Oberbürgermeister Steffen Scheller betonte in seiner Ansprache, dass das Gedenken immer auch einen Bezug zur Gegenwart haben müsse. Anschließend sprach der Fotograf Arnd Weider über sein Interesse am Wandel der Irren- und Heilanstalten, das sich in seiner Fotoausstellung „Die Anstalt (part I.)“ widerspiegelt, die bis zum 31. Mai 2021 in der Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde zu sehen sein wird.  Aufgrund der aktuell geltenden Hygieneregeln fand die Vernissage auf einem Bildschirm unter freiem Himmel statt.

 

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