Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Gedenkstätte Opfer der Euthanasie-Morde

Orientierung auf dem Gelände der Gedenkstätte Opfer der Euthanasie-Morde

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1 Dauerausstellung "Die Euthanasie-Anstalt Brandenburg an der Havel"

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Bedeutung der Euthanasie-Mordanstalt Brandenburg als Ort einer ersten „Probevergasung“ sowie als Ort des systematischen Massenmordes an jüdischen Anstaltspatientinnen und -patienten. Neben dem historischen Kontext informiert die Ausstellung auch über die in der Tötungsanstalt Brandenburg ermordeten Menschen. 30 Opfer-Biografien werden mithilfe von Dokumenten und Fotos aus dem Familienbesitz nachgezeichnet.

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2 Gedenkstätte am ehemaligen Standort der Gaskammer

Im Zuge von Bauarbeiten wurden Mitte der 1990er Jahre die Fundamente der ehemaligen Anstaltsscheune des Alten Zuchthauses freigelegt und als Gedenkort gestaltet. In der Scheune ließen die Organisatoren der „Aktion T4“ Ende 1939 eine Gaskammer installieren, in der zwischen Februar und Oktober 1940 mehr als 9000 Männer, Frauen und Kinder mittels Kohlenmonoxid ermordet wurden. Jährlich am 1. September findet an diesem Ort die Gedenkveranstaltung für die Opfer der Brandenburger Tötungsanstalt statt.

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3 Stelen mit Porträts von Opfern

Die Stelen mit Porträts einzelner Opfer der Euthanasie-Anstalt Brandenburg an der Havel erinnern stellvertretend an die mehr als 9.000 Männer, Frauen und Kinder, die an diesem Ort ermordet wurden. Eine vierte Stele mit einem Lageplan ermöglicht die räumliche Orientierung auf dem Gelände der Gedenkstätte.

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4 Archiv, Bibliothek, Seminarräume

Das 1790 als Landarmen- und Invalidenhaus errichtete Gebäude diente zwischen 1820 und 1931 als Verwahrhaus des Alten Zuchthauses Brandenburg an der Havel. In der ersten Etage des Gebäudes, das heute größtenteils von der Stadtverwaltung genutzt wird, befinden sich Seminarräume, die Bibliothek und das Archiv der Gedenkstätten Brandenburg an der Havel. Studien- und Recherche-Tage von Schülerinnen und Schülern sowie anderen Gruppen werden im Rahmen des pädagogischen Programms der Gedenkstätten an diesem Ort durchgeführt.

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5 Gedenktafel für die Opfer der Euthanasie-Morde

Die Gedenktafel an der Außenmauer des Alten Zuchthauses schuf der Bildhauer Franz Andreas Threyne. Sie wurde im Jahre 1962 angebracht. Das Relief erinnert an die Opfer der „Aktion T4“ in Brandenburg an der Havel und mahnt zur Erinnerung an die Ermordeten.

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6 Konzentrationslager Brandenburg 1933/34

Die Polizei richtete im August 1933 im Alten Zuchthaus das KZ Brandenburg ein. Binnen weniger Wochen stieg die Zahl der Häftlinge auf 1200 an. Nach der Auflösung des Lagers am 31. Januar 1934 wurden die Insassen in die Konzentrationslager Lichtenburg und Oranienburg verlegt. Mindestens drei kommunistische Häftlinge wurden im KZ Brandenburg von SS-Männern zu Tode gefoltert, unter ihnen Gertrud Piter, an die eine vermutlich 1950 angebrachte Gedenktafel erinnert.

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7 Informationstafel zu den Euthanasie-Morden 1940

Auf der Tafel an der Frontseite der heutigen Stadtverwaltung wird die Geschichte der Tötungsanstalt Brandenburg und des Euthanasie-Programms der Nationalsozialisten skizziert. Der Gebäudekomplex war 1939/40 Teil der damaligen Tötungsanstalt. Eine Karte zeigt zudem die anderen fünf Standorte von Gasmordanstalten der „Aktion T4“ im heutigen Deutschland und Österreich.

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8 Nationalsozialistische Verbrechen in Brandenburg

Die Tafel verweist auf weitere Tatorte nationalsozialistischer Verbrechen in Brandenburg neben der Euthanasie-Mordanstalt: In einer 1940 eingerichteten Hinrichtungsstätte im neuen Zuchthaus auf dem Görden tötete die NS-Justiz 2.032 Männer aus zahlreichen europäischen Ländern. Tausende ausländische Zwangsarbeiter wurden in den verschiedenen Industriebetrieben der Stadt in der Rüstungsproduktion eingesetzt.

Interaktiver Lageplan